Beide Ansätze haben ihre Berechtigung
Wer Prozesse automatisieren möchte, steht früh vor einer grundlegenden Entscheidung: Cloud-basierte Lösung oder self-hosted System? Beide Ansätze sind leistungsfähig, beide bieten visuelle Workflow-Oberflächen, beide integrieren hunderte von Anwendungen. Die Frage ist: Was passt zu wem?
Cloud-Lösungen: Der schnelle Einstieg
Cloud-basierte Automatisierungsplattformen sind zugänglich. Die Oberflächen sind oft intuitiver, die ersten Automationen sind in unter einer Stunde eingerichtet, und Einstiegstarife reichen für einfache Workflows aus.
Der Haken: Ihre Daten laufen über fremde Server – häufig außerhalb der EU. Für Unternehmen mit strikten DSGVO-Anforderungen kann das ein Ausschlusskriterium sein. Außerdem rechnen viele Cloud-Dienste nach Operationen ab – die Kosten wachsen mit dem Volumen.
Self-Hosting: Die flexible Lösung
Self-hosted Systeme laufen auf Ihrem eigenen Server. Das bedeutet: Ihre Daten verlassen nie Ihre Infrastruktur. Das Preismodell ist fix, und ab circa 50–100 Automationen ist Self-Hosting wirtschaftlich klar überlegen.
Unsere Empfehlung
Für die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland empfehlen wir Self-Hosting – insbesondere, wenn Datenschutz eine Rolle spielt. Cloud-Lösungen sind die richtige Wahl, wenn Sie schnell starten wollen und Ihr Volumen überschaubar bleibt.
Quellen
- Gartner: Magic Quadrant for Robotic Process Automation, 2024
- Forrester: The Forrester Wave – Robotic Process Automation Software, Q1 2023
- IDC: Worldwide Intelligent Process Automation Forecast, 2023–2027